Schwarzes Brett – Alles over Duits in Utrecht

Auf & davon

Eine Postkarte aus Leipzig

von Jan Huizinga

Hallo ihr alle,

mein Studienaufenthalt in Leipzig nähert sich jetzt seinem Ende und ich möchte euch gerne über die vielen schönen Erfahrungen berichten!

Leipzig ist eine vielseitige, kulturelle und historische Stadt, deren DDR-Erbe auch noch spürbar ist. Ich habe vier Monate lang im größten Studentenwohnheim der Stadt gewohnt, zusammen mit einem Mitbewohner aus Zwickau. Das Gebäude ist von außen zwar ein wenig inspirierender Plattenbau aus der DDR-Zeit, aber seine Lage ist perfekt! Das Wohnheim ist nicht weit vom imposanten Völkerschlachtdenkmal und dem angrenzenden Südfriedhof entfernt. Auch die Innenstadt ist sehr leicht erreichbar. Ich bin ein fanatischer Spaziergänger und habe also während dieser vier Monate einen großen Teil von „Hypezig“ zu Fuß erkundet. Außerdem hatte ich als rechtschaffener Holländer mein eigenes Fahrrad mitgenommen, mit dem ich die Landschaft und die Dörfer rund um Leipzig unsicher gemacht habe.

An der Uni habe ich unterschiedliche Kurse belegt. Die Themen reichten von Kleintexten des Mittelalters („Priameln“), mittelhochdeutschen Medizintexten und dem Idiolekt Martin Luthers bis zu einer wahren musikhistorischen Archivforschung. Außer der Germanistik und Mediävistik habe ich also auch Seminare der musikwissenschaftlichen Fakultät genießen können. Denn Leipzig ist eine Stadt mit einer reichen Musiktradition. Schon beim Verlassen des monumentalen Hauptbahnhofs wird man von Musik begrüßt. Leipzig war die Werkstatt von Mendelssohn, Schumann, Wagner und natürlich von Johann Sebastian Bach, der 1723-1750 Kantor an der hiesigen Thomaskirche war. Während meiner Zeit in Leipzig habe ich viele Aufführungen seiner Werke in den Uraufführungskirchen besuchen können – und das zum Schnäppchenpreis! Darüber hinaus fand Anfang Juni das mehrtägige Bachfest statt, während dessen ich mehrere Konzerte besucht habe, obgleich zuungunsten einer meiner Lehrveranstaltungen… In der Innenstadt war übrigens fast jedes Wochenende etwas los, auch außerhalb der Feste.

Wenn es in der Stadt für unseren Geschmack zu heiß war, hat der Cospudener See meinen Freunden und mir einen willkommenen Zufluchtsort zum Abkühlen und Entspannen geboten. Der See ist nur eine halbstündige Fahrt von der Innenstadt entfernt. Dank dem 9-Euro-Ticket habe ich auch zwei größere Ausflüge unternommen, zur „Elbflorenz“ Dresden und zum Schloss Moritzburg, und in die grünen Berge Jenas.

Ich blicke auf eine schöne, abwechslungsreiche und lehrreiche Zeit zurück.

Vergnügte Pleißenstadt, glückauf!

Jan

Das neue Augusteum der Universität Leipzig

Neues Augusteum der Universität Leipzig

Das neue Bachdenkmal vor der Thomaskirche

Das neue Bachdenkmal vor der Thomaskirche

Völkerschlachtdenkmal

Dresdner Frauenkirche

Sicht auf Leipzig vom Fockeberg

Blick auf Leipzig vom Fockeberg

Ziegenhain bei Jena

Blick auf Ziegenhain bei Jena

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